Schenkkreise sind klassische Schneeballsysteme (lotterieähnliche Veranstaltungen) und damit gemäss Art. 43 Ziff. 1 LV illegal.

Schenkkreise funktionieren meistens nach dem folgenden Prinzip: Der Begründer des Schenkkreises befindet sich im innersten Segment (Zentrum) des Systems und sucht nach Mitbegründern, die ihm helfen das System (den ersten Kreis) aufzubauen. Sie haben das Ziel, eine vorbestimmte Anzahl von Teilnehmern zu finden, die eine im Voraus bestimmte Einlage leisten sollen. Um das Zentrum werden mehrere Segmente gelegt, welche mit Teilnehmern aufgefüllt werden. Je weiter ein Segment vom Zentrum entfernt ist, desto mehr Teilnehmer haben darin Platz. Sobald alle Segmente des Kreises mit Teilnehmern besetzt sind, werden alle Einlagen dem Begründer im Zentrum des Kreises „geschenkt“ und er scheidet aus dem System aus. Aus dem ursprünglichen Kreis werden neue Kreise gebildet. Diejenigen Personen die das zweitinnerste Segment des ursprünglichen Kreises gebildet haben sind nun je im Zentrum eines neuen Kreises. Alle Personen rücken ein Segment in Richtung Zentrum vor und suchen neue Teilnehmer um die freigewordenen äussersten Segmente der neuen Kreise zu füllen. Sind diese wiederum gefüllt und ihre Einlagen an die Personen in den Zentren der Kreise geschenkt worden, entstehen weitere Kreise deren äusserste Segmente gefüllt werden müssen. Dieser Vorgang wiederholt sich bis der Markt gesättigt ist und nur noch schwerlich neue Teilnehmer gefunden werden können. Das führt dazu, dass wenige Mitbegründer viel Geld „verdienen“, währenddem viele Personen Geld verlieren.

Wer einen Schenkkreis organisiert, oder Teilnehmer anwirbt, muss mit der Erstattung einer Strafanzeige durch die Comlot rechnen.

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