Suchen

Haben Sie einen Brief oder ein E-Mail erhalten, in welchem Ihnen ein hoher Lotteriegewinn in Aussicht gestellt wird? Waren Sie sich gar nicht bewusst, an der entsprechenden Lotterie teilgenommen zu haben?

Briefe und E-Mails mit fiktiven Gewinnversprechen kursieren immer wieder und werden regelmässig an eine Vielzahl von Personen verschickt. Dabei wird nicht selten auch der Anschein erweckt, dass der Absender der Gewinnversprechen ein etablierter in- oder ausländischer Lotterieveranstalter ist. Die Comlot warnt ausdrücklich davor, auf derartige Nachrichten in irgendeiner Weise zu reagieren. Die angebliche Gewinnauszahlung wird früher oder später von der vorgängigen Bezahlung einer „Bearbeitungsgebühr“, einer Sicherheit für die Lotteriesteuer oder Ähnlichem abhängig gemacht.

Ein vergleichbares Phänomen sind Einladungen zu Carfahrten, wobei gleichzeitig namhafte Gewinne in Aussicht gestellt werden. Die Gewinnversprechen werden schlagwortartig angepriesen und nur an optisch untergeordneter Stelle relativiert; relativiert insofern, als die Empfänger für den Gewinn nur nominiert sind. Die Veranstalter locken die Empfänger der Gewinnversprechen etwa damit an, dass die Carfahrt die letzte Möglichkeit sei, den angepriesenen Gewinn entgegen zu nehmen. Bei diesen auch „Kaffeefahrten“ genannten Anlässen handelt es sich um Werbefahrten, bei denen auf professionelle Weise versucht wird, die Teilnehmer zum Kauf von Waren zu überreden. Statt mit einem Gewinn nach Hause zurück zu kehren haben zu guter Letzt viele Teilnehmer zu überteuerten Preisen Waren gekauft, die sie ursprünglich gar nicht hatten kaufen wollen.

Hinweis:

Seien Sie vorsichtig mit solchen Veranstaltungen!

Die beschriebenen Machenschaften bewegen sich häufig in der Nähe eines strafrechtlich relevanten Betruges. Allerdings wird die Tatbestandsvoraussetzung der Arglist, welche beim Betrug vorausgesetzt wird, in der Regel nicht erfüllt sein. Mit der Revision des Bundesgesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG), welche seit April 2012 in Kraft ist, wurden dem Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) jedoch neue Interventionsmöglichkeiten verschafft, um gegen unlautere Geschäftspraktiken vorgehen zu können. Es besteht somit die Möglichkeit, beim SECO oder bei der Schweizerischen Lauterkeitskommission Beschwerde einzureichen: 

 

 

Warnlisten und Tipps für Konsumenten finden Sie ausser beim SECO z.B. auch auf der Website des Konsumentenmagazins „Ktipp“ und auf folgendem Informationsportal der Schweizerischen Kriminalprävention (SKP):