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Gemäss Art. 18 der interkantonalen Vereinbarung sind die beiden Lotteriegesellschaften verpflichtet, den Kantonen eine Spielsuchtabgabe zu entrichten. Diese beträgt jährlich 0.5% der im jeweiligen Kantonsgebiet mit den Lotterie- und Sportwettangeboten von Swisslos und Loterie Romande erzielten Bruttospielerträge. Im Jahr 2016 entsprach dies gerundet CHF 4.5 Mio., welche den Kantonen insgesamt für die Bekämpfung der Spielsucht zur Verfügung gestellt wurden.

Die Kantone sind ihrerseits verpflichtet, die Einnahmen dieser Abgabe zweckgebunden für die Prävention und Behandlung der Spielsucht zu verwenden. Die gesprochenen Gelder müssen dementsprechend gezielt für die Prävention, Erkennung, Behandlung und Forschung im Bereich Geldspielsucht eingesetzt werden. Die Schweiz verfügt heute auch dank den Spielsuchtabgabe-Mitteln über ein System von Organisationen und Fachstellen, die sich dem Thema Geldspielsucht annehmen und spezialisierte Präventions-Projekte und Dienstleistungen erbringen (s. auch die Rubrik "Links und Adressen"). 

Evaluation der Spielsuchtabgabe-Verwendung

Die Fachdirektorenkonferenz Lotteriemarkt und Lotteriegesetz (FDKL) hat im Frühjahr 2012 eine Evaluation der Verwendung der Spielsuchtabgabe in Auftrag gegeben. Mit der Studie soll geprüft werden, ob die Spielsuchtabgabe in den Kantonen zweckmässig eingesetzt wird, die finanzierten Massnahmen die erhofften Wirkungen entfalten und die Mittel für eine effektive Spielsuchtbekämpfung ausreichen.

Die bisher publizierten Berichte des Evaluationsprojekts können hier eingesehen werden:

 

Phase I: Schlussbericht "Bestandsaufnahme" (Publikation: Dezember 2013)

 

Phase II: Schlussbericht "Zwischenevaluation" (Publikation: Dezember 2014)